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Peter Arbenz und Rosemarie Lausselet-Jacot

 

Peter Arbenz, Helvetas-Präsident

Der Helvetas Zentralvorstand hat an der Generalversammlung vom 23. Juni 2001 Peter Arbenz, lic. rer. publ., HSG, als Präsidenten gewählt. Der 64-jährige Winterthurer war schon in früheren Jahren in verschiedenen Funktionen für Helvetas tätig.

Peter Arbenz begann sein Berufsleben 1963 als Auslandsekretär auf der Geschäftsstelle von Helvetas, damals noch SHAG. 1964 übernahm er interimistisch die Teamleitung im SHAG-Berufsbildungsprojekt in Haffouz (Tunesien).
Peter Arbenz

Im Herbst des gleichen Jahres reiste Peter Arbenz mit seiner Familie für drei Jahre nach Nepal, wo er im Auftrag des Bundes die Projekte zur Wiedereingliederung der tibetischen Flüchtlinge leitete. Es ging dabei darum, für die Flüchtlinge Siedlungen zu erstellen, die medizinische Betreuung und die Einschulung der Kinder sicherzustellen sowie die Flüchtlinge beim Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz zu unterstützen. Dazu wurden in verschiedenen Orten handwerkliche Zentren errichtet, in denen hauptsächlich Tibeter Teppiche geknüpft, lokal verkauft und später weltweit exportiert wurden.

 

 

Nach seinem Einsatz in Nepal wurde Peter Arbenz Mitarbeiter des damaligen Delegierten für technische Zusammenarbeit. Mitte 1969 kehrte er als Geschäftsleiter zu Helvetas zurück und übte diese Funktion bis Mitte 1973 aus. In dieser Zeit veränderte sich einiges bei Helvetas: Mit Elan und Begeisterung machte sich Peter Arbenz an die Reorganisation. Peter Arbenz

Dazu gehörten eine Statutenrevision, die Neuformulierung der Helvetas Politik, die Einführung organisatorischer Richtlinien sowie die Straffung der Vereinsfunktionen. Ferner galt es, die Auslandaktivitäten geografisch zu erweitern, die sich Anfang der 70er-Jahre im Wesentlichen noch auf Nepal und Kamerun beschränkten. Als neue Projektländer wurden mit Paraguay und Guatemala erstmals zwei lateinamerikanische Staaten auserkoren. Als zweites Land in Afrika kam 1973 Kenia hinzu.

 

Nach einem Abstecher in die Privatwirtschaft, aber als Zentralvorstandsmitglied noch manche Jahre eng mit Helvetas verbunden, wählten die Winterthurer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Peter Arbenz 1977 in die Exekutive der Stadt. Dieses politische Amt übte er als Vorsteher des Baudepartements rund 9 Jahre aus. 1986 folgte der Sprung auf die eidgenössische Ebene: Peter Arbenz wurde der erste Delegierte des Bundesrates für das Flüchtlingswesen. Seine neue Funktion stellte ihn vor äusserst schwierige Aufgaben. Dabei ging es u.a. darum, die Flüchtlings- und Asylpolitik gesamtheitlich zu betrachten, eine tragfähige Strategie zu entwickeln und diese umzusetzen. Die kontroversen Meinungen zur Migrationsproblematik führten zwangsläufig zu teils harten Auseinandersetzungen in der öffentlichkeit, mit denen der Delegierte des Bundesrates konfrontiert wurde. 1990 entstand das Bundesamt für Flüchtlinge, dessen erster Direktor Peter Arbenz wurde.

 

 

Mitte 1993 verliess er den Bund und machte sich selbständig als Berater für Strategieentwicklung und Unternehmens-führung. Neben Aufträgen der Privatwirtschaft erhielt er auch bedeutsame Mandate von Seiten nationaler und internationaler Behörden. Peter Arbenz
Dazu gehörten beispielsweise 1994 der Auftrag der UNO, als Generalinspektor der UN Protection Force die UNO-Blauhelme im ehemaligen Jugoslawien zu inspizieren, oder 1996 als Berater des OSZE-Präsidenten für Bosnien-Herzegowina die Wahlen für rund 500'000 ausserhalb ihrer Heimat lebende Bosnierinnen und Bosnier zu organisieren.

Die vielfältigen beruflichen Tätigkeiten und verschiedene ehrenamtliche Funktionen in leitenden Organen nationaler Organisationen sind Beweis genug dafür, dass der Zentralvorstand der Delegiertenversammlung mit Peter Arbenz einen bestens qualifizierten Präsidenten gewählt hat, eine bekannte Persönlichkeit, die aus eigener Erfahrung die Anliegen von Helvetas kennt und in der Lage ist, diese Anliegen nach aussen wirkungsvoll zu vertreten.

Walter Renschler, ehemaliger Vizepräsident von Helvetas
Rosemarie Lausselet-Jacot neue Helvetas-Vizepräsidentin
Erwachsenenbildnerin und Konsulentin für Bildungs- und Genderfragen, seit 1993 Mitglied des Zentralvorstandes, wurde nach dem Rücktritt von Walter Renschler zur neuen Helvetas Vizepräsidentin erkoren.
Rosemarie Lausselet-Jacot
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